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Der Frauenbund in der Diözese Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht das Andenken an Edith Stein wachzuhalten und den Kölner Karmel mit dem Edith-Stein-Archiv aktiv zu unterstützen.
Edith Stein oder Schwester Teresia Benedicta vom Kreuze
Es ist der 30. April 1933. Die katholische Kirche
feiert den Sonntag des „Guten Hirten“. In der Ludgerikirche in Münster
findet ein 13-stündiges Gebet zum Fest des Kirchenpatrons statt. "Am späten
Nachmittag ging ich dorthin und sagte mir: Ich gehe nicht wieder fort,
ehe ich Klarheit habe, ob ich jetzt in den Karmel gehen darf. Als der
Schlusssegen gegeben war, hatte ich das Jawort des Guten Hirten.“
So
beschreibt die 1891 in Breslau geborene Jüdin Edith Stein den Abend, an dem
sie nach zwölf Jahren Selbstprüfung endgültig Klarheit über ihre Berufung
zur katholischen Ordensfrau gewann. Und noch heute empfiehlt Elisabeth
Prégardier diesen Ort für Entscheidungen: „Ich würde allen Leuten, die nach
Klarheit suchen, sagen, nun geh’ mal in die Ludgerikirche und sag’ Edith
Stein: ,Jetzt hilf mir beten!’ Ich bin sicher, dass dort ein Weg gewiesen
wird.“ Die engagierte KDFB-Frau Elisabeth Prégardier aus Essen
beschäftigt sich seit langem mit Edith Stein und kennt alle
Lebensstätten der am 9. August 1942 in den Gaskammern des
Konzentrationslagers Auschwitz Ermordeten. „Man kann sagen, ihre
Lebensorte ziehen ein Netz über Deutschland. Und jeder dieser Orte hat
so eine ganz besondere Ausstrahlung auf eine ganz bestimmte Komponente ihres
Lebens, die Menschen unterschiedlich anzieht“, so Elisabeth Prégardier.
Texte und Interview:
Anne GrandaKDFB Engagiert-Die Christliche Frau, Ausgabe 8+9/2005
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