5 Religionen in einem Garten kennenlernen // Diözesantag 14.06.2024
Garten der Religionen bei In Via in Köln
Begrüßung durch Rotraut Röver-Barth
Wir treffen uns an einem besonderen Ort: Hier war bis 1999 ein Jesuitenkloster mit Klostergarten. Dann hat IN VIA alles übernommen, eine soziale Einrichtung der Caritas für Kinder und Jugendliche, die versucht Menschen mit Handicap zu qualifizieren und die z.B. in offenen Ganztagsschulen arbeitet.
Als einen besonderen Platz des Dialogs baute man den klösterlichen Nutzgarten um zu einem Garten der Religionen und öffnete ihn für Besucher*innen.
Dieser Ort schien uns geeignet für unseren heutigen Diözesantag.
Alle Mitglieder unter euch/Ihnen wissen, dass wir von unserer Satzung her versuchen, die Interessen und Anliegen von Frauen auf allen Ebenen in Gesellschaft, Staat und Kirche zu vertreten. Es geht darum, Frauen bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Begabungen zu unterstützen und sie durch Vernetzung mit anderen Frauen und deren Lebens- und Berufserfahrungen zu fördern.
Das haben wir im letzten Jahr vor allem durch die Unterstützung von Opfern sexualisierter Gewalt, durch Bildungsarbeit im Rahmen von Clubabenden, aber auch durch Demonstrationen getan, z.B. am Weltfrauentag (Equal Pay und Carearbeit) und am Tag der Menschenrechte getan, zuletzt durch Aktionen zur EU-Wahl, denn Frauenrechte sind auch durch rechtsradikale Frauenvorstellungen gefährdet.
Als kleiner Verband haben wir vielfach nicht allein agiert, sondern zusammen mit anderen Verbänden, vor allem mit Maria 2.0.
Uns wurde aber zunehmend bewusst, dass wir auch im kirchlichen Raum neue Wege für Frauen gehen müssen.
Das Fest der Apostelin Maria Magdalena eröffnete uns da neue Perspektiven, aber auch der Tanz im Kirchenraum sowie die Montagsgebete von Maria 2.0, die zu einem großen Teil von unseren KDFB-Frauen gestaltet werden.
Mittlerweile wurde uns auch bewusst, dass die Frauen in anderen Religionen ähnliche Probleme, Hoffnungen und Herausforderungen haben. Warum nicht versuchen, sich auszutauschen, einander besser kennen- und verstehen zu lernen? Das ist in unserer Zeit wichtig für ein gutes Zusammenleben.
Es ist übrigens ganz im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils: Seitdem werden die anderen Religionen wertgeschätzt und Mission wird mit Dialog und gegenseitigem Kennenlernen übersetzt.
Dem sollen auch unsere heutigen Begegnungen dienen.
Die Vertreterinnen der fünf Weltreligionen werden uns dann über die Rolle/en der Frau in ihrer Religion in informieren:
- Anne-Marie Laurent, Buddhismus
- Naima Boumaiza, Islam
- Yael Anspach, Judentum
- Deepa Narr, Hinduismus als Vertretung von Jasotha Manickavasagan
- Claudia Döllmann, Christentum
Musikalische Begleitung: Paola Gronau, Yael Anspach, Dr. Diana Rautenstrauch, Lothar Berger.
Ich wünsche Ihnen /euch einen schönen Nachmittag und einen guten Austausch untereinander! Nach der Führung im Garten treffen wir uns wieder hier im Saal.
