Ein Lichterfest für viele – Chanukka und Weihnachten 2025
Happy Chanukka - Frohe Weihnachten 2024 - Banner an St. Agnes Köln
Im Dezember wird es draußen früh dunkel – umso mehr freuen sich viele Menschen über Lichter, Wärme und Gemeinschaft. Chanukka, das jüdische Lichterfest, ist dafür ein besonders schönes Zeichen. Im letzten Jahr haben einige KDFB-Frauen gemeinsam mit Maria 2.0 in St. Agnes in Köln ein Banner gestaltet, das sowohl „Frohe Chanukka“ als auch „Frohe Weihnachten“ wünschte – ein kleines Stück gelebter Nachbarschaft.
Das Banner hat viele Menschen dazu angeregt, sich zu fragen: Was ist Chanukka eigentlich genau? Chanukka erinnert Jüdinnen und Juden an die Befreiung ihres Volkes vor über 2000 Jahren und an ein besonderes Lichtwunder im Tempel in Jerusalem. Deshalb spielt das Licht in diesem Fest eine zentrale Rolle.
Chanukka 2025 – früher als Weihnachten
In diesem Jahr beginnt Chanukka schon am 14.12.2025 und liegt damit ein wenig vor dem christlichen Weihnachtsfest. Acht Tage lang werden bei Jüdinnen und Juden Kerzen an einem besonderen Leuchter, der Chanukkia, entzündet – jeden Abend ein Licht mehr, bis alle Kerzen brennen.
Wir möchten allen Menschen jüdischen Glaubens ein frohes Fest wünschen.
Happy Chanukka! Banner St. Agnes in Köln 2025
Lichterfeste in anderen Religionen
Gleichzeitig erinnert der Blick auf Chanukka daran, dass es auch in anderen Religionen wunderschöne Lichterfeste gibt, die Hoffnung, Freude und Zusammenhalt feiern.
Eine empfehlenswerte Internetseite (www.religionen-entdecken.de), die sich vor allem an Kinder richtet, erklärt diese Feste in einfacher Sprache und mit vielen Beispielen. Dort wird deutlich: Lichter verbinden Menschen über Religionsgrenzen hinweg.
- Alevitinnen und Aleviten feiern mit Newroz den Geburtstag des Heiligen Ali, den sie als göttliches Licht verehren.
- Buddhistinnen und Buddhisten lassen beim Fest Pavarana am Ende der Regenzeit unzählige Lichter auf Flüssen treiben – ein Bild für den Weg aus der Unwissenheit ins Land der Wahrheit.
- Christinnen und Christen feiern Weihnachten bei Kerzenschein als Geburt Jesu und erleben auch Sankt Martin und das Luciafest als Lichtmomente in dunkler Zeit.
- Hindus vertreiben mit Divali fünf Tage lang symbolisch die Dunkelheit und feiern den Sieg des Guten über das Böse – überall leuchten Lampen, Kerzen und Lichterketten.
- Musliminnen und Muslime stellen an Mohammeds Geburtstag, Mevlid Kandili, Kerzen auf und erinnern damit an den Menschen, der ihren Glauben in die Welt getragen hat.
All diese Feste zeigen: Menschen sehnen sich nach Licht, besonders in dunklen Zeiten. Ob Chanukka, Weihnachten, Divali oder andere Lichterfeste – sie erzählen von Vertrauen, Hoffnung und dem Glauben daran, dass das Licht stärker ist als die Dunkelheit.
Ein Wunsch zum Fest des Lichts
Darum wünschen wir in diesem Jahr ganz bewusst: Frohes Chanukka allen Jüdinnen und Juden und ein gesegnetes Weihnachtsfest allen Christinnen und Christen – und möge das Licht aller Feste unsere Welt ein Stück heller machen.
